Gronkh zu dem Nutzen einer Rundfunklizenz

Wie wir im November 2017 berichteten, forderte die Landesmedienanstalt Nordrhein-Westfalen (LfM) namhafte Live-Streamer der deutschen Let´s Play Szene dazu auf, eine Rundfunklizenz zu beantragen. Die LFM drohte bei Unterlassung mit einem empfindlichen Bußgeld.

In der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift Games Markt aktuell berichtete nunmehr eine der prominentesten Live-Streamer, Gronkh, über seine Erfahrungen mit der mittlerweile erhaltenen Rundfunklizenz.

Das Fazit ist vernichtend. Gronkh sagt aus: „Anderen Streamern zum jetzigen Zeitpunkt etwas zu raten, fällt mir dahingehend schwer. Denn wenn schon bei den Formulierungen im eigenen Fragenkatalog aus einem „regelmäßig“ während des laufenden Gesprächs ein „einigermaßen regelmäßig“ gedreht wird, damit es passt – dann kann man hier meiner Meinung nach nur von Willkür sprechen.“.

Vernichtend sind ebenfalls seine Erfahrungsberichte in Bezug auf die Regulierungspraxis der LFM. Dazu heißt es in dem Interview: „Es wird immer gern gesagt, es würde versucht werden, ein Exempel an den Piets oder mir zu statuieren, aber tatsächlich sind und waren wir schon längst darüber hinaus: Noch während laufender Verhandlungen wurden bereits weitere Streamer angeschrieben, größere wie kleinere.

Die genaue Zahl ist eine Grauzone, aber wie es scheint, obliegen wir da – zumindest in NRW – dem scheinbar willkürlichen Ermessen einer Institution, die ihrerseits nicht reguliert wird. Seit Anfang 2017 wird da ganz offensichtlich bewusst gegen Streamer vorgegangen.

Nun könnte man natürlich mutmaßen, ob und wie der Direktionswechsel der LfM NRW Anfang 2017 etwas damit zu tun haben könnte und welche Motivation wohl dahintersteckt – aber das ist eher eine Geschichte für findigere Köpfe.“.