Großrazzia in Portugal: Polizei hebt illegales Cannabis-Netzwerk aus
Im Mai 2025 führte die portugiesische Kriminalpolizei (Polícia Judiciária, PJ) im Rahmen der groß angelegten Operation „Erva Daninha“ eine koordinierte Razzia gegen den illegalen Handel mit medizinischem Cannabis durch. Dabei wurden vier Personen festgenommen und 64 Durchsuchungen in Portugal und auf Madeira sowie in Spanien, Bulgarien und Zypern vollstreckt.
Die Ermittlungen begannen bereits Anfang 2022. Ziel war ein internationales Netzwerk, das Schwachstellen im portugiesischen Kontrollsystem für medizinisches Cannabis ausnutzte. Die Täter erwarben Pharmafirmen und gründeten Handelsgesellschaften mit gültigen Lizenzen für den Import und Export. Mithilfe gefälschter Exportzertifikate wurde das Cannabis in illegale Märkte in Europa und Afrika geschleust.
Insgesamt waren rund 300 Ermittler, 48 Sachverständige, 24 Sicherheitsbeamte, sechs Staatsanwälte und drei Untersuchungsrichter beteiligt. Die Zusammenarbeit mit internationalen Behörden, insbesondere der spanischen Nationalpolizei, spielte eine zentrale Rolle.
Unter Verdacht stehen mehrere Firmen, darunter Sun Light Greens in Montijo und CannaForest in Fundão. Auch die Firma Weez Garden, die 2024 ihre Lizenz verlor, sowie deren Nachfolgeunternehmen Cannrey, das aktuell noch über eine aktive Anbaulizenz verfügt, stehen im Fokus der Ermittlungen.
Die Operation “Erva Daninha” zeigt einmal mehr die Notwendigkeit einer strengen Regulierung des Cannabis-Marktes. Die Ermittlungen dauern an.
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